Sonne, Strand und Meer …

… deswegen kommen sicher die meisten deutschen Urlauber auf diese schöne Insel, wenngleich Mallorca ja viel mehr zu bieten hat – ein Ausflug in die Tramuntana im Hochsommer ist vielleicht sogar erholsamer, als sich im Liegestuhl an der Playa de Plama grillen zu lassen. Aber jeder, wie er meint.

Es beschleicht uns nur bisweilen das Gefühl, daß manche Urlauber glauben, schon mit der Ankunft auf dem hiesigen Flughafen gleichsam zu einem runderneuerten Menschen geworden zu sein. Kaum dem deutschen Sommer (15 °C, Nieselregen) entronnen, stürzen sie sich leichtestbekleidet an die Playa,  möglichst sofort in’s Wasser und danach zum Fertigbraten auf ein Handtuch am Strand. Sonnenbrand ist noch die leichteste Folge, ein Sonnenstich mit Kopfschmerzen und starker Übelkeit aber auch eine mögliche Konsequenz, wenn man solche Temperaturen und den mallorquiner Grad der Sonneneinstrahlung einfach nicht gewohnt ist. Ärgerlich zwar, aber man verliert dabei ja nur ein paar Ferientage und nicht das Leben.

Letzteres ist aber nach unserer Zählung erschreckend oft der Fall, wenn insbesondere ältere Menschen sich plötzlich relative sportliche Höchstleistungen zumuten. Auch hier: quasi aus dem Flugzeug kommend bei 35 °C im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von fast 90 % Rekorde im Ausdauerschwimmen aufstellen zu wollen, ist keine gute Idee. Wenn einem der Arzt zuhause schon Herz- oder Kreislaufmedikamente verordnet hat, kann das sogar lebensgefährlich sein. Die meisten der bisher ertrunkenen Deutschen dieses Jahres waren über 65 und erst seit maximal zwei Tagen auf der Insel. Zuhause, ohne den Stress einer Flugreise, einer fremden Umgebung, des fremden Essens und eines auch für hier Lebende manchmal anstrengenden Klimas mag jemand auch als für sein Alter noch ausgesprochen gut drauf gelten. Aber wenn der rüstige Rentner im Wasser 200m vom Strand entfernt merkt, daß ihn plötzlich doch die Kräfte verlassen, er daraufhin in Panik gerät und ihn vielleicht auch noch eine der hier verschiedentlich auftretenden Unterstömungen erfaßt, dann ist es oft schnell mit ihm vorbei. Die Angehörigen in Deutschland, die von seinem Unfalltod zu verständigen das Konsulat dann die traurige Aufgabe hat, sind völlig entgeistert, denn der Verstorbene war doch trotz seiner 82 Jahre und unwesentlicher Altersbeschwerden noch so rüstig…

Das Konsulat wünscht jedem Urlauber eine schöne Zeit auf Mallorca. Tun Sie das, was Ihrer Erholung dient.  Schwimmen Sie, fahren Sie Rad, wandern Sie nach Herzenslust. Genießen Sie die andere Küche und die schöne Natur. Feiern Sie mit neu gewonnenen Bekannten auch mal in lauer Sommernacht unter südlichem Himmel bei Wein und Paella. Sie werden die Insel auch wieder verlassen. Tun Sie alles, damit das im Passagierraum des Flugzeugs geschieht. Nicht im Frachtraum im Sarg.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes bietet unter www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/01-Laender/Gesundheitsdienst/Uebersicht_node.html ein großes Spektrum an Hinweisen zu Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit Auslandsreisen an. Sie stehen unter der Überschrift „…denn wir wollen, daß Sie gesund zurückkommen!“

Diesem Wunsch schließt sich an
Ihr Deutsches Konsulat

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06

07 2012

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